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Empfehlungen, Protokolle und mehr.

 

Betrachtet man die Vielzahl an Normen, Stanards und Protokollen die bei dieser Technologie zum Einsatz kommen, wird schnell klar das es sich um ein relativ offenes Feld der Technologie handelt. Einige der weiter unten aufgeführten Organisationen sprechen selber ihre Standards als Empfehlungen aus. Alle hier aufgelisten Normen, Standards und Protokolle erheben somit nicht den Anspruch "absoluter Stand der Dinge" zu sein. Bitte verstehen Sie diese mehr als eine Hilfe bei der Auswahl der Technologie oder des Produktes das Sie einsetzen wollen.
Darüber hinaus werden fast alle Normen und Standards oft überarbeitet und entsprechend erweitert. Wir bemühen uns stetig diesen Aktualisierungen folge zu leisten, können jedoch nicht garantieren das alle Informationen stets dem aktuellen Stand der Dinge entspricht. Sollten Sie in anderen Quellen aktuellere Informationen erhalten informieren Sie uns doch bitte darüber. Vielen Dank.

Aktualisierung bitte melden an: Moderator

Organisationen und Normierungen:
IEEE (AIEE (American Institute of Electrical Engineers) und IRE (Institute of Radio Engineers) seit 1984)
ITU (International Telecommunications Union)
IETF (Internet Engineering Task Force)

 

 

G.165
Dieser Standard umfasst eletronische Maßnahmen zur Echounterdrückung bei Sprachkommunikation in digitalen Netzen.

G.703-Schnittstelle
Die Schnittstelle G.703 ist eine ITU-Empfehlung für Übertragungs-geschwindigkeiten ab 64 kbit/s. Dabei handelt es sich um eine bitorientierte Schnittstelle für synchrone Bitströme bei unstrukturierten Übertragungen.

G.704-Schnittstelle
Bei der G.704-Schnittstelle handelt es sich um eine Rahmenstrukur basierent auf der G.703-Schnittstelle. Sie dient der strukturierten Übertragung von 32 64-kbit/s-Zeitschlitzen wobei der Zeitschlitz 0 für das Rahmenkennwort reserviert ist.

G.709
G.709 führt nach ITU-Standard die Bezeichnung "Network Node Interface for the Optical Transport Network". Dieser Standard definiert die Schnittstelle und den Transportdienst für Nutzdaten, hauptsächlich in optischen Netzen.
Bestandteile sind die SDH (synchrone digital Hierarchy), die OTH (optical transport Hierarchy) und das NNI (Network Node Interface). G.709 arbeitet auf drei Ebenen des optischen Transportnetzes (physikalische Ebene, Multiplexebene mit Nutz- und Transportdaten, oberste Ebene für Nutzdaten in Ethernet, ATM, etc).

G.711
Der Standard beschreibt Algorithmen zur nicht linearen Kodierung nicht komprimierter Sprache (Töne) im PCM-Umfeld. Dabei werden das µ-Law oder A-Law Verfahren angewendet.

G.723
Ähnlich dem G.711-Standard ist G.723 zur differentielle Kodierung nicht kompremierter Sprache im analogen Umfeld und ist Teil der H.324-Imple-mentierung.

G.728
Der G.728-Standard der ITU regelt die Kompression bei Datenübertragungen, v.a. von Video- und Audiodaten. Ein wichtiger Standard bei Videokonferenzen da er brauchbare Bildqualität trotz Datenverringerung ermöglicht. Datendurchsatz: 16 KBit/s auf 3,1 KHz Bandbreite.

 

 

H.221
Der Standard beschriebt das Datenformat der Audiokodierungen im H.320.

H.225
H.225 ist ein ITU standardisiertes Signalisierungsprotokoll zum Einsatz in H.323-Netzwerken. Es dient dem Verbindungsaufbau und -abbau und der Verbindungskontrolle. Innerhalb des Protokolls erfolgt die Signalisierung auf Basis vom Siganlisierungsprotokoll von ISDN(Q.931).

H.230
Geregelt wird in diesem Standard das Multiplex-Verfahren von Video- Audio- und benutzerdefinierten Daten über ISDN.

H.242
H.242 beschreibt die Protokolle, die benötigt werden, um eine Verbindung zwischen zwei Konferenzteilnehmern auf- und abzubauen. Das Erkennen und Beheben von Fehlern, sowie die Verwaltung der Kanäle sind ebenfalls Bestandteil dieses Standards.

H.243
Bestandteil des Standards sind die Kontrollfunktionen und -mechanismen zwischen einem H.320 Endgerät und einer MCU nach H.231. H.245
Das H.245-Protokoll der ITU handelt in H.323-Netzen Endgerätefunktionen, logischen Verbindungssteuerung für Audiodaten, die Flusskontrolle und die Übertragung weiterer Steuerungsnachrichten aus. Das Protokoll übernimmt als Endgerätefunktion zB. die Einstellung des Sprachcodierverfahrens, das mit dem Kompressionsverfahren identisch sein muss .

H.248
Das H.248-Protokoll ist ein Unified Messaging Protocol (UMS). Zusammen mit MEGACO bildet H.248 eine Funktionseinheit zur Kommunikation zwischen IP-Netzen und Fernsprechnetzen. Der Standard wurde von ITU und IETF gemeinsam ins Leben gerufen und reglementiert den Austausch von Sprach- und Videodaten.

H.261 (Videokompression)
H.261 ist Teil des H.320 und beschreibt ein Verfahren basierent auf JPEG und beinhaltet die Grundprinzipien der digitalen Bewegtbildübertragung und Datenkompression insbesondere für Videokonferenzen und Bildtelefonie. Die Datenübertragung wird über n*64-kbit/s-Kanäle mit Kompressionsraten von 100:1 bis 2000: 1 und einer maximale Verzögerungszeit für die Kompression und Dekompression von zusammen 150 ms festgelegt. Als Dateiformate für das Komponentenvideo kommen CIF und QCIF zum Einsatz.

H.263
H.263 ist eine Erweiterung des H.261 und ersetzt H.261 zum Teil. Konzipiert für niedrige Bitraten steigert es die Qualtität von niedrigauflösenden Bildern in Kleinformaten auf sehr detailierte und hochwertige Images und arbeitet mit QCIF, CIF und Sub-QCIF bei einer verbesserten Bildnummerierung und fünf unterschiedlichen Auflösungen. Der Standard läßt verhandelbare Parameter zu.H.320 (Videokonferenzen mit leitungsvermittelnden Netzwerken,insb. ISDN)
Der Standard der ITU umfasst mehrere Normen für Video- und Audioübertragung beim Videokonferenzdienst über ISDN und erfordert eine minimale Übertragungsrate von 128 kbit/s. H.320 setzt sich aus H.261 , H.221, H.230, H.242, G.711, G.722, und G.728 zusammen.

H.322 (Videokonferenzen im lokalen paketvermittelnden Netzwerk,LAN)
H.322 beschäftigt sich mit Videotelefon-Systemen und Terminals für LANs mit garantierter Bandbreite (QoS) und bezieht sich auf IEEE 802.9 (LANs mit geringer Antwortzeit), die für Videokonferenz-Systeme wichtig sind.

H.323
H.323 wurde von der ITU für Multimedia-Applikationen entwickelt und reglemen- tiert die Kommunikation für Sprache, Video und Audio in paketorientierten Netzen. Der Standard besteht aus einer ganzen Reihe von Protokollen und Standards zur Signalisierung, Verbindungskontrolle, Datenflusskontrolle und zum Austausch von Endgerätefunktionen und Statusinformationen in Netzen ohne garantierter Dienstgüte (QoS). Abgeleitet aus dem H.320-Standard beinhaltet der H.323-Standard drei Signalisierungs-funktionen:
Q.931 (ISDN-Signalisierung), H.245-Steuerungskanal und dem RAS-Kanal.
Des Weiteren definiert er die Übergänge zwischen verschiedenen Netzen (ATM und ISDN) und garantiert eine Interoperabilität zwischen den Herstellerpro-dukten. Zur Sicherstellung dieser Eigenschaften benötigt ein "H.323-Netzwerk" Terminals (Endgeräte), Gateways (Übergänge zu PSTN und ISDN) und mind. einen Gatekeeper der das Management der Zonen und Rifdienste liefert. Eine weitere Funktionsgruppe wird durch die MCUs (Multi Control Units) gestellt die im wesentlichen für Video- konferenzen verantwortlich sind.H.324
Beim H.324-Standard handelt es sich um eine Empfehlung der ITU zur Definition von Terminals für die Multimedia-Kommunikation (Videotelefone) über analoge Verbindungen (V.34). H.324 umfasst weitere Standards zur Video-Kodierung, dem Netzwerk-Codeumsatz, der Multipoint-Unterstützung und arbeitet mit PSTN, ISDN, ATM und GSM.

H.350 (Verzeichnisdienste für Multimedia-Konferenzen)
Verfügbar ab Ende 2003 bietet dieser Standard mit seinen Untergruppen 1-5 einen Verzeichnisdienst für H.320, H.323, SIP und nicht stadarisierte Protokolle. Aufgrund seiner hohen Kompatibilität und Herstellerunabhängigkeit sind Kosten- und Aufwandseinsparungen bei der Anschaffung und Erweiterung von VoIP-Strukturen zu erwarten.

H.450
Der Standard H.450 stellt im Rahmen des H.323-Standards die wichtigsten Telefonie-Leistungsmerkmale dar und wird auf den Gateways eingesetzt zur Vermittlung zwischen IP und TK-Anlage. Er beinhaltet folgende Teilgruppen:
H.450.2 (call transfer)
H.450.3 (diversion)
H.450.4 (hold)
H.450.5 (call park and call pickup)
H.450.6 (call waiting)
H.450.7 (message waiting indication)
H.450.8 (name identification)

 

 

Q.931
Q.931 ist ein von der ITU standardisiertes Protokoll für die Signalisierung, dem Verbindungsauf- und -abbau und der Verbindungskontrolle im D-Kanal von Euro-ISDN.

Q.2931(früher Q.93B)
Entwickelt aus Q.931 und Q.933, dient dieses Protokoll der Signalisierung, dem Verbindungsauf- und -abbau und der Verbindungskontrolle für Breitband-ISDN und ist darüber hinaus in der Lage Verbindungs- und Steuerparameter auszuhandeln. Vorwiegend in ATM-Netzen eingesetzt gliedert sich seine Funktion in Verbindungsaufbau empfangsseitig und Verbindungsaufbau senderseitig, wozu ein ATM-Kanal benutzt wird um einen VirtualChannel zu etablieren. Dieser gewährleitet dann, je nach ausgehandelten Parametern, beispielsweise garantierte oder nicht garantierte Dienstgüte (QoS). Das Q.2931-Protokoll besteht aus fünf Funktionselementen: Protokoll-Diskriminator, Message-Typ, Message-Länge , Call-Reference und anderen Informationselementen (nach Bedarf).

Q.933

 

 

T.120
T.120 ist kein einzelner Standard, sondern eine Serie von Standards, die zB den Austausch von Daten und die Verwendung eines Shared Whiteboards standardisieren.


T.121

T.122

T.123

T.124

 

 

Das Session Initiation Protocol (SIP) ist ein textorientiertes Protokoll das Verbindungen aufbauen, modifizieren und beenden kann. Basierend auf HTTP dient SIP der Übertragung von Echtzeitsignalen im IP-Umfeld mittels TCP oder UDP und beinhaltet CLASS-Funktionen (Custom Local Area Signalling Service) wie zB Anrufweiterleitung oder die Identifizierung des Anrufers.
SIP ist zwar in seiner Funktion ähnlich dem H.323, ist aber deutlich sicherer da es nur zwei definierte TCP-Ports zur Gesprächssignalisierung, Anwenderlokalosierung und Registrierung verwendet. Sitzungsprozeduren, Verzeichniszugriffe und Dienstgüte werden jedoch über andere Protokolle realisiert die von SIP unterstützt werden.

 

 

Das Media Gateway Control Protocol ist ein Standard von ITU und IETF um die Empfehlung H.323. Von beiden Organisationen gemeinsam geschaffen dient MEGACO der Zusammenführung von SIP und H.323 und arbeitet mit H.248. Ferner ermöglicht es Media-Gateway-Controller (MGC) die Kontrolle der Media-Gateways (MG), beides wichtige Hardwarebestandteile des Systems rund um MEGACO/H.248. Dabei sorgt MEGACO ebenfalls für die Kontrollfunktionen der IP-Telefone und entspricht somit dem MGCP.
Die Arbeitsweise liegt in der Zerlegung der H.323-Funktionen und in der Spezifikation der nötigen Protokolle für die geforderten Prozesse einer Sitzung. Das Protokoll ist Peer-to-Peer-Interoperabel und seine herstellerspezifischen Erweiterungen sind leicht zu implementieren.

 

 

Das Lightweight Phone Control Protocol (LPCP) bietet für MEGACO nicht nur der Verbindungsaufbau, sondern auch die Darstellung gegenüber dem Benutzer. Audioverbindungen sowie Töne, Melodien und grafische Animationen lassen sich schalten und steuern, ohne dass dadurch die Komplexität des Telefons wesentlich erhöht wird. Das Protokoll arbeitet Serverseitig hinsichtlich der Rechenleistung, wodurch dieses Protokoll zukunftorientiert und offen für neue Funktionen bleibt.

 

 

Das MGCP-Protokoll ist ebenfalls ein offenes Protokoll, das jedoch von der ITU und der IETF nicht standardisiert wurde. Es wandelt Audiosignale in Datenpakete um und stellt somit eine Art Konverter dar, der Echtzeitsignale in Pakete umwandelt. Beim Einsatz der MGCP-Architektur wird die gesamte Anrufkontrolle sogenannten Agenten überlassen und muß somit nicht mehr in den Gateways eingesetzt werden.
Mit dem Aufkommen von MEGACO/H.248 gilt dieses Protokoll jedoch als veraltet.

 

 

 

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